Beginn einer Exsultetrolle

Das Exsultet

Der Name Exsultet leitet sich, ähnlich wie bei anderen Gebeten (z.B. Gloria, Credo), vom ersten Wort des lateinischen Textes ab. Unter „Exsultet“, d.h. "Frohlockt", versteht man den Osterlobpreis, der auf dichterischer Weise das Geheimnis der Osternacht zusammenfasst.

Exsultetrolle im Holzkasten

Exsultetrollen

Der Brauch, den Text aus einer Rolle und nicht aus einem Buch zu singen, ist nicht darauf zurückzuführen, dass es im 10.Jh. keine Bücher gab. Der Codex ist schon seit dem vierten Jahrhundert die übliche Buchform. Längst vor den Exsultet-Rollen sind prachtvoll illustrierte Handschriften entstanden. Der Grund für die Niederschrift auf eine Rolle, die nicht wie die Buchrollen im Judentum von rechts nach links, sondern von oben nach unten zu lesen ist, scheint vielmehr die besondere Hervorhebung des Osterlobpreises zu sein.

Gebrauch einer Exsultetrolle

 Das Ergebnis ist eine bisher nicht übertroffene Einheit und Festlichkeit der Liturgie, bei der der melodiöse Gesang des Exsultet von ausdruckstarken Bildern unterstützt wird. Die Bilder wurden sehr bald in umgekehrter Laufrichtung gemalt, damit das Volk sie betrachten konnte, während der Diakon bei Fortschreiten des Gesanges weiterhin das meterlange Pergamentband vom Ambo abrollte. Die Bilder selbst sind eine Deutung und Vertiefung des Geheimnisses der Osternacht.

Fertige Exsultetrolle

Illustrieren einer Exsultetrolle

Individuelle Anfertigung von Exsultet-Rollen auf Anfrage

 

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